100 Gramm Butter enthalten laut Bundeslebensmittelschlüssel (BLS) rund 82 Gramm Fett – natives Olivenöl extra besteht dagegen zu 100 % aus Fett. Wer Butter durch Olivenöl ersetzen möchte, rechnet deshalb mit dem Faktor 0,82: 100 g Butter entsprechen etwa 82 g Olivenöl. Ob der Tausch im jeweiligen Rezept gelingt, hängt allerdings von der Art des Teigs ab.
In Kürze
- 100 g Butter entsprechen laut BLS-Fettgehalt etwa 82 g Olivenöl.
- Der Tausch funktioniert gut bei Rührkuchen, Muffins und Zitronenkuchen.
- Bei Mürbeteig und Blätterteig geht der Ersatz nicht auf, weil diese Teige feste Butter als Struktur benötigen.
- Ein mildes bis mittleres Fruchtigkeitsprofil überdeckt den Eigengeschmack des Kuchens nicht.
- Die Krume wird mit Olivenöl in der Regel feuchter und weniger luftig als mit Butter.
Wie rechnet man Butter in Olivenöl um?
Die Umrechnung basiert ausschließlich auf dem Fettgehalt beider Zutaten: Butter liefert laut BLS rund 82 % Fett, Olivenöl 100 %. Daraus ergibt sich eine einfache Formel: Buttermenge in Gramm × 0,82 = Olivenölmenge in Gramm. Die folgende Tabelle zeigt gerundete Werte für gängige Rezeptmengen.
| Butter (g) | Olivenöl (g) |
|---|---|
| 50 | 41 |
| 100 | 82 |
| 125 | 103 |
| 200 | 164 |
| 250 | 205 |
Diese Werte gelten ausschließlich für die Umrechnung von Gewicht zu Gewicht. Eine Umrechnung in Milliliter ist hier bewusst nicht angegeben, da Dichte und Messgenauigkeit je nach Küchenwaage und Öl variieren können – die Gramm-Angabe bleibt die verlässlichere Grundlage.
Bei welchen Kuchen funktioniert der Tausch?
Olivenöl eignet sich gut für Teige, bei denen die Butter ohnehin geschmolzen oder cremig verarbeitet wird. Rührkuchen, Muffins und Zitronenkuchen gehören in diese Kategorie: Hier wird das Fett mit Zucker, Eiern und Mehl zu einer homogenen Masse verrührt, ohne dass die feste Struktur der Butter eine tragende Rolle spielt. Olivenöl lässt sich in diesen Rezepten direkt abwiegen und unterrühren, ohne dass vorher ein Schmelz- oder Temperierschritt nötig ist.
Gerade bei Zitronenkuchen passt das milde Aroma von Olivenöl häufig gut zum fruchtigen Profil des Teigs, da beide Komponenten sich eher ergänzen als konkurrieren.
Warum funktioniert es bei Mürbeteig und Blätterteig nicht?
Bei Mürbeteig und Blätterteig übernimmt die feste Butter eine Funktion, die flüssiges Olivenöl nicht erfüllen kann: Sie hält den Teig in kleinen, kalten Fettschichten zusammen, die beim Backen Struktur und die charakteristische Mürbheit beziehungsweise Blättrigkeit erzeugen. Olivenöl ist bei Raumtemperatur flüssig und kann diese schichtartige Verteilung im Teig nicht nachbilden. Das Ergebnis wäre ein deutlich anderer, meist fester und weniger brüchiger Teig, der mit dem klassischen Mürbe- oder Blätterteig wenig gemein hat.
Diese beiden Teigarten sind deshalb die klare Grenze: Wo Butter kalt und fest verarbeitet wird, lohnt sich der Ersatz durch Öl in der Regel nicht.
Welche Fruchtigkeit passt zum Kuchen?
Für Backwaren empfiehlt sich ein mildes bis höchstens mittleres Fruchtigkeitsprofil, damit das Olivenöl den Geschmack des Kuchens nicht überlagert. Ein kräftig fruchtiges Öl mit ausgeprägter Bitterkeit oder Schärfe tritt in einem süßen Teig stärker in den Vordergrund, als es viele Hobbybäcker erwarten. Wer Olivenöl zum ersten Mal in einem Kuchen verwendet, probiert das gewählte Öl am besten vorher pur, um die eigene Einschätzung zur Intensität zu bekommen – mehr dazu auch in unserem Beitrag über frisches Olivenöl und warum das Erntedatum zählt.
Zur Frage, wie Olivenöl sich bei Hitze verhält – also auch beim Backen im Ofen –, haben wir die Grundlagen in einem eigenen Beitrag zusammengefasst: Kann man mit nativem Olivenöl extra braten?
Was verändert sich bei Konsistenz und Textur?
Mit Olivenöl statt Butter wird die Krume von Rührkuchen, Muffins oder Zitronenkuchen in der Regel feuchter und etwas dichter, während Butter durch ihren Luftanteil beim Cremigschlagen eher für eine lockere, leicht luftige Struktur sorgt. Olivenöl bindet sich gleichmäßig mit den anderen flüssigen Zutaten, wodurch der Teig insgesamt homogener und saftiger wirkt. Die Kruste fällt häufig weniger knusprig aus, da Butter durch ihren Wasseranteil beim Backen anders reagiert als reines Öl.
Diese Unterschiede sind kein Qualitätsmangel, sondern eine direkte Folge der unterschiedlichen Zusammensetzung beider Fette – wer den Tausch ausprobiert, sollte sie von Anfang an einkalkulieren.
Häufig gestellte Fragen
Entsprechen 100 ml Öl wirklich 100 g Butter?
Nein. Die Umrechnung erfolgt über das Gewicht, nicht über das Volumen: 100 g Butter entsprechen laut Fettgehalt-Tabelle BLS etwa 82 g Olivenöl.
Kann man Butter grundsätzlich durch Olivenöl ersetzen?
Bei Rührkuchen, Muffins und Zitronenkuchen funktioniert der Tausch in der Regel gut. Bei Mürbeteig und Blätterteig ist er nicht geeignet, da diese Teige feste Butter zur Strukturbildung benötigen.
Wie viel Öl braucht man bei 100 g Butter?
Rund 82 g Olivenöl, berechnet nach dem Fettgehalt von Butter laut BLS.
Wie rechnet man 250 g Butter in Olivenöl um?
250 g Butter × 0,82 ergeben etwa 205 g Olivenöl.
Fazit
Die Umrechnung von Butter in Olivenöl folgt einer einfachen Regel: Buttermenge in Gramm multipliziert mit 0,82 ergibt die passende Olivenölmenge. Ob sich der Tausch lohnt, hängt jedoch vom Teig ab – bei Rührkuchen, Muffins und Zitronenkuchen funktioniert er gut, bei Mürbe- und Blätterteig nicht. Wer ein mildes, frisch gepresstes Olivenöl für Backversuche sucht, findet bei Olio Cristofaro aus Torremaggiore in Apulien natives Olivenöl extra der Ernte 2026, direkt in der Mühle abgefüllt. Mehr zu Qualität und Analysen gibt es auf der Seite Qualität und Analysen – und wer bereits weiß, welches Format passt, kann die Bestellung direkt auf der Seite Jetzt bestellen abschließen.